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tracking cookies

Cookies an sich sind ein gutes Hilfsmittel für verschiedene Anbieter von Dienstleistungen im Internet. Sie können zum Beispiel verhindern, dass sich ein User mehrere Accounts zulegt. Dafür wird bei der ersten Anmeldung ein kleines Hilfsprogramm auf dem Rechner platziert, das bei künftigen Aufrufen der Seite aktiviert wird und den Betreibern anzeigt, dass der Interessent bereits ein registrierter Kunde ist.

Zunehmend kommen aber auch Tracking Cookies zum Einsatz, die für die Absender ein Hintertürchen zum System des Empfängers öffnen, durch das eine Vielzahl von Informationen übermittelt wird. Neuerdings werden Tracking Cookies als Spyware eingestuft und von guten Virenschutzprogrammen rigoros bekämpft. Die kleinen Programme installieren sich schon beim Aufruf bestimmter Websites, ohne dass der User davon etwas mitbekommt. Sie sind so aufgebaut, dass sie Tür und Tor für andere Websites öffnen, die dann ohne das Wissen des Users auf dem Rechner ihre eigenen kleinen Programme platzieren können und so das Internetverhalten des Menschen ziemlich genau verfolgt werden kann. Dabei geht es nicht einmal um eventuelle Ermittlungen im Auftrag von Behörden, die Straftaten verfolgen, sondern um die kommerzielle Nutzung der gewonnen Erkenntnisse.

Darüber hinaus ist es über die Tracking Cookies möglich, weitere Programme auf den infizierten Rechner einzuschleusen, die unter Umständen gefährliche Viren, Trojaner oder Würmer enthalten können, die das gesamte System zum Absturz bringen können. Nun wäre es völlig falsch, sämtlich Cookies vom Rechner entfernen zu wollen, denn viele von ihnen erfüllen nützliche Funktionen, die dem User einen komfortableren Umgang mit dem Internet ermöglichen und sichern, dass verschiedene Betrügereien bei der Vermittlung von Dienstleistungen über das Internet ziemlich sicher unterbunden werden können.

Im Moment wird geprüft, ob die Verwendung von Tracking Cookies unter die Bestimmungen des § 202 des deutschen Strafgesetzbuches fällt und entsprechend geahndet werden kann.

© samantha grandy – Fotolia.com